
Artikel vom Sonnabend, 17. November 2007



Jungen und Mädchen rocken wie die Großen

Aus Varreler Musik-AG entsteht Jugend-Band „Kabelsalat“


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Scheuen als Band „Kabelsalat“ auch nicht den Auftritt vor großem
Publikum (v.l.): Die Band-Mitglieder Tammo, Berith, Sophia, Kimberley,
Lukas (hinten am Schlagzeug), Selina und Till. Die Lieder komponiert
Musiklehrer Thomas Reckeweg (kleines Bild).
FOTO: Sabine Walcher |
Musiklehrer Thomas Reckeweg schreibt die Songs für die 11- bis
13-jährigen Schüler. Weitere öffentliche Auftritte sind in Planung.
Von Sabine Walcher
Varrel. Die Instrumente sehen an ihnen noch leicht überdimensional aus,
aber wenn die Elf- bis 13-jährigen Jungen und Mädchen der Band
„Kabelsalat“ loslegen, rocken sie schon wie die Großen.
„Kabelsalat“, das sind Sophia, Tammo, Selina, Till, Lukas, Kimberley
und Berith, die bis zum vergangenen Jahr die Varreler Grundschule
besuchten und dort an der Musik-AG von Thomas Reckeweg teilnahmen.
Selbst Musiklehrer und Musiker, unter anderem in den Bands „Happy End“
und „Come together“, erkannte dieser das Talent der Nachwuchsmusiker
und so kam es, dass das Kinderbandprojekt auch über die Grundschulzeit
hinaus aktiv blieb.
Alles ist selbst gemacht bei „Kabelsalat“. Die Musik stammt aus der
Feder von Thomas Reckeweg. „Die Texte schreiben wir“, erklärte Sophia.
Es geht um Themen, die die Schüler interessieren und die sie bewegen.
„Wir Kinder“, heißt einer der Songs, mit dem die Eltern aufgerufen
werden, mehr Zeit mit ihren Sprösslingen zu verbringen. Neben ganz
kleinen Wünschen wie „Ich will Eis“ von Berith und Sophia verarbeiten
sie auch ernste Themen, zum Beispiel in dem Titel „Alienüberfall“.
„Vier Meter große Aliens überfallen in dem Lied die Erde“, berichtete
Selina und fügte hinzu, dass dies symbolisch zu sehen sei: „Mit dem
Lied wollen wir sagen, dass wir besser mit der Welt umgehen sollen.“
Nach ersten Auftritten auf einer Geburtstagsfeier und in der Varreler
Grundschule spielte „Kabelsalat“ unlängst anlässlich des europaweiten
autofreien Samstags in der Gutscheune vor großem Publikum. Auch im
Nordwestradio waren die Schüler schon in der Sendung „Kinderzeit“ zu
hören.
So kann’s weitergehen, ist sich die Band einig. „Im Moment haben wir
ein Repertoire für eine halbe Stunde, das wollen wir aber noch
ausweiten“, sagte Thomas Reckeweg. Aller Voraussicht nach werde die
Band ihren nächsten größeren Auftritt am 15. Dezember auf dem Stuhrer
Weihnachtsmarkt haben. Dafür werden die Schüler mit einem eigens
einstudierten Weihnachtslied neben ihrem rockigen Liedgut auch mal
leisere Töne anschlagen. Darüber hinaus will Reckeweg die Band
verstärkt für Schulfeste oder andere Events empfehlen. Im nächsten Jahr
könnten die Stuhrer vielleicht sogar auf dem Bremer Kindertag spielen.
„Ich bin gerade dabei, noch weitere Kontakte zu knüpfen“, berichtet der
Musiker.
Gebucht werden kann „Kabelsalat“ bei Thomas Reckeweg unter der Telefonnummer (04221) 5848072.
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